Montag, 3. Mai 2010

Hier regiert der FCU!

Gestern feierten wir mit Union Berlin den mathematischen Klassenerhalt, an dem wir zwar eh nicht gezweifelt hatten, aber es ist doch eine schöne Ausrede, wenn man am Sonntagabend nicht nach Hause gehen will: Nie mehr 3. Liga! Die Luft war geschwängert von Euphorie, Gesang, Bier- und Bratwurstduft, Gelächter und ja: Testosteron! Passend dazu wurde mir neulich eine ganz erstaunliche Sache bewusst: Tatsächlich beneide ich Männer nämlich so richtig nur um eins, und nein, es hat nichts mit der Menstruation zu tun, und Sex ohne Liebe ist auch keine Männerdomäne (mehr?), ha! Nach einer Reihe interessanter Studien sowohl am lebendend Objekt als auch anhand der modernen Medien und unterstützt durch den Umstand, dass ich 2 Brüder habe und seit jeher eine Menge platonischer männlicher Freundschaften pflege, ist mir deutlich geworden, dass Männern, wenn sie sich in Gruppen treffen, ganz andere Themen haben, als wir Frauen. Man muss sagen, dass Frauen in Gruppen ganz oft sehr schnell monothematisch werden, und zwar geht es in den meisten Gesprächen um Männer, dabei aber nicht hauptsächlich um "Ts, auf 3 Uhr, hast Du DEN gesehen?", sondern alles, was passiert, gern oder besonders aber auch das, was eben nicht passiert, wird analysiert, ja, geradezu seziert! Männer hingegen können in Gruppen ganz einfach so beisammen sein, und über völlig andere Themen reden, als das andere Geschlecht (abgesehen vielleicht von "WOW, hast Du DIE gesehen?"), und das finde ich sehr beeindruckend.

Naja, vielleicht stimmt es auch nicht ganz, dass ich Männer nur darum beneide. Grad an diesem Wochenende und jetzt, wo man wieder so viel Zeit im Freien verbringt, wurde mir wieder im Wortsinn schmerzlich klar, dass dieses im Stehen pinkeln können, entscheidend von Vorteil sein muss.

Kommentare:

Polly Pocket hat gesagt…

Ich beneide die Männer auch mehr um ihr im-Stehen-pinkeln als um ihre Gesprächsthemen. So ist es ein sehr sehr großer Traum von mir, einmal meinen Namen in den Schnee zu... zu... sagen wir urinieren. Ach, was wäre ich stolz, wenn ich auf dem strahlenden Weiß meinen Namenszug lesen könnte. Ob ich das überhaupt in einem Rutsch hin kriegen würde?

Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man(n) aus solchen Erlebnissen gestärkt hervorgeht. Was soll dann noch kommen, was nicht auch zu schaffen wäre? Wo ist die nächste Klippe, die ich wahlweise umschiffe (Achtung! Wortspiel) oder herunter springen kann?

Alles, wirklich alles ist für einen Mann möglich. Da wundert es mich auch gar nicht, dass Frauen für ihn nur ein untergeordnetes Thema darstellen. Wieso sollte er auch über etwas derart unperfektes so lange reden? Eben!

Sally Cinnamon hat gesagt…

Vielen Dank, verehrte Polly! Ich find´s gut, wenn wir die Welt erklären...

Note to self: Mögliche Söhne bekommen kurze, vorzugsweise einsilbige Vornamen, damit ihnen das besagte Kunststück auch gelingen kann.

Johannes hat gesagt…

Namen in den Schnee pinkeln, wird im allgemeinen ueberschaetzt.

Sally Cinnamon hat gesagt…

Das hätte ich an Deiner Stelle auch gesagt.