Montag, 8. Juni 2009

Monday morning wake up knowing that you gotta go to school...

Ich frage mich, ob es ein schlechtes Omen für den Tag ist, wenn Montag morgens der Toast, den man für sein Frühstück eingeplant hatte, verschimmelt ist. Und – diesen Gedanken weiterführend – ob es dann ein fatales Omen direkt für die Woche ist, wenn man das erst bemerkt, nachdem man die erste Scheibe ganz, und die zweite zur Hälfte aufgegessen hat. Seit ich am letzten Freitag die mit Rotstift bewertete Klausur meines Sitznachbarn in der Bahn gesehen habe, bin ich besessen vom Thema wieder Student- oder gar (viel besser!) Schüler zu sein. Fast hätte ich mich an der FU fürs Wintersemester in moderner Literatur oder Philosophie eingeschrieben. Als Schüler musste man – wenn überhaupt – eine Aufmerksamkeitsspanne von maximal 45 Minuten haben! 45 Minuten!! So lange brauche ich heute, um überhaupt aus dem Bett zu kommen. Als Student brauchte man dann gar keine Aufmerksamkeit mehr, das lief dank copy and paste quasi alles von allein. Nachdem in letzter Zeit in Einzelfällen die Absurditäten meines Alltags die Absurditäten in meinem Kopf übersteigen, sehe ich die einzige Lösung darin, nicht mehr in der Lohnarbeit gefangen zu sein. Außerdem kann das auf Dauer ja lebensgefährlich sein, wenn man ständig verdorbene Nahrungsmittel zu sich nimmt. Mittlerweile scheint es mir unmöglich, ein normales, seriös erscheinendes Erwachsenenleben mit 9 Stunden ernsthafter Arbeit jeden Tag, Einkaufen, Wäsche waschen und all diesem Kram, damit zu kombinieren, dass ich morgens aufwache und mich frage wo und vor allem wer ich bin. Reicht das zur Invalidität? Neulich scheiterte ich schon bei dem simplen Versuch, Schokolade zu kaufen, wobei man sagen muss, dass es einem da heutzutage auch nicht leicht gemacht wird, denn, beim besten Willen, wer braucht schon Sorten wie Creme Coco, Cappuccino & Amarettini und Erdbeer Joghurt? Trotzallem und nach reiflicher Überlegung zwingt mich meine Verantwortungslosigkeit in finanziellen Aspekten zunächst leider weiterhin dazu, täglich zur Arbeit zu gehen. Dabei scheint reich heiraten immer noch der einzige Weg aus diesem Teufelskreis zu sein. Da es wahrscheinlich noch ein wenig dauern wird, bis sich Leonardo DiCaprio zu unserer Verbindung bekennt, heißt es jetzt zurück zum Grundlegenden: Franz Ferdinand hören, Becks trinken, Lucky Strike rauchen und Tischtennis spielen. Oder wie Mercutio schon wusste: "If love be rough with you, be rough with love."

Kommentare:

julia hat gesagt…

also nun Leonardo?? also ich dachte dein zweiter Nachname war nicht DIcaprio ... ??? ich bin verwirrt ...was zaehlt mehr Wort oder Schrift?

Sally Cinnamon hat gesagt…

Der ewige zweite Nachname bleibt natürlich Gallagher. Noel ist auf der Metaebene jederzeit über alle meine Schritte informiert. Und einverstanden.